Wollige Schafe knuddeln auf der grünen Insel
In Irland kommen Reisende den heimischen Tieren nicht nur am Hug-a-Sheep-Day vielerorts ganz nah – tierische Angebote inklusive.

Frankfurt am Main, 21.10.2025 – Immer am letzten Samstag im Oktober wird seit einigen Jahren zum weltweiten Hug-a-Sheep-Day aufgerufen, einem von vielen neuen Feiertagen, die sich zwischen nationalem Jogginghosen-Tag und dem internationalen „Rot-wie-ein-Pirat”-Tag übers Jahr verteilt so finden. Und während der Feiertag, der in diesem Jahr am 25. Oktober begangen wird, natürlich nicht dazu aufruft, ein x-beliebiges Schaf zu umarmen, hat er doch zum Ziel, die flauschigen Tiere aus etlichen Gründen besonders zu würdigen.
Diese Gründe zeigen sich auch auf der irischen Insel vielfach – allein deshalb, weil hier mit rund 6,3 Millionen Tieren fast genauso viele Schafe leben wie Menschen. Sie sorgen allein aufgrund ihrer Anwesenheit auf etlichen Weiden an 365 Tagen im Jahr für Landschaftspflege, liefern Wolle für viele traditionelle Handarbeitsprodukte, seit Generationen auch Fleisch für einige Klassikergerichte der Insel. Und – wie man inzwischen wissenschaftlich belegt hat – wirkt sich die Nähe zu Schafen auch positiv auf die menschliche Psyche aus.
Wenn man sie denn berühren darf, denn natürlich sind die Schafe, die auf den irischen Weiden leben, grundsätzlich scheue Tiere, die sich von Menschen leicht vertreiben lassen, respektvoll behandelt und nicht so einfach geknuddelt werden wollen. Dennoch gibt es auch hier einige Orte, an denen man an Menschen gewöhnten Tieren nahekommen kann.
Ein besonders spannender Weg sind diverse Hinter-den-Kulissen-Führungen auf Schafhöfen, die etwa Schäferhund-Demonstrationen anbieten und vor allem im Frühjahr sogar dafür sorgen, dass Gäste auch mal ein Babylamm im Arm halten dürfen. Zu den Anbietern in der irischen Republik sowie in Nordirland zählen die Killary Sheep Farm oberhalb der Fjord-Landschaften von Killary Harbour in der Grafschaft Mayo oder die Glenshane Country Farm im nordirischen Maghera (Grafschaft Derry~Londonderry). Ein Anbieter, der seit 2010 vor allem aufs regelmäßige Meet and Greet mit Lämmchen spezialisiert ist, ist Hold a Baby Lamb in Cantra auf der Dingle-Halbinsel im County Kerry. Hier kann man für einen überschaubaren Preis eine kleine selbstgeführte Tour durch Jahrhunderte alte so genannte Bee Hive Huts buchen und daneben auch noch kurz ein kleines Schaf im Arm halten und ihm durchs flauschige Fell streicheln.
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Tipps am Rand zwischen Nord und Süd
Wer die Nähe zu Irlands tierischen Bewohnern sucht, findet in vielen Winkeln der Insel auch noch etliche alternative Optionen zu Schafen. Von Reitsportanbietern wie Sheans Horse Farm oder Crindle Stables in Nordirland oder Island View Riding Stables in Sligo geht es über Alpaka- und Lamawanderungen bei Achill Island Alpacas oder dem nordirischen Lama-Trekking-Anbieter The Jungle bis hin zu mehrtägigen Esel-Treks, die Clissmann Donkey Walking Holidays in der Grafschaft Wicklow anbietet. Für Bauernhoffans sind einige moderne und traditionelle Farmen inzwischen als Erlebnisbauernhöfe mit Mitmach-Elementen ausgebaut worden. Unweit von Belfast sind die Bewohner der Ark Open Farm in Newtownards – darunter Ziegen, Meerschweinchen und Kaninchen – immer für Streicheleinheiten zu haben, im Loughwell Farm Park in der Grafschaft Galway leben die Farmtiere vor dem traumhaften Panorama der Berglandschaft Connemaras.
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Hintergrund
Seit vielen Generationen zählen Schafe zu den wichtigsten Nutztieren der irischen Insel. Mit ein Grund dafür sind Irlands Landschaften, die durch ihre oft unebenen Flächen, die Beschaffenheit der Böden und große Mengen saftiges Gras besonders gut als Schafsweiden geeignet sind. Aus der Schafhaltung wird auf der irischen Insel Wolle für traditionelle Produkte wie Aran-Pullover oder Tweed-Jacken gewonnen, Fleisch für irische Eintöpfe und regionale Klassiker wie Shepherd’s Pie sowie Milch für diverse Arten Schafskäse.
Die ganzen Facetten der Schafzucht lassen sich wunderbar auf dem Connemara Sheep & Wool Trail eigenständig erfahren. Auf den Spuren irischer Wollkunst erleben Besucher zwischen Atlantikküste und Bergen in Leenane, Killary oder Joyce Country, wie Schafe geschoren, Wolle gesponnen und Stoffe gewebt werden. Der selbstgeführte Trail verbindet Handwerk, Landschaft und Tradition – eine flauschige Reise durch das Herz des ländlichen Connemara.
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Links:
https://www.ireland.com/de-de/help-and-advice/practical-information/irelands-counties-and-provinces/
https://www.ireland.com/de-de/magazine/shopping/shopping-in-ireland/
https://www.glenshanecountryfarm.com
https://holdababylamb.ie/hold-a-baby-lamb-ireland/
https://www.crindlestables.com
https://islandviewridingstables.com
https://achilltourism.com/item/achill-island-alpacas/
https://www.thejungleni.com/activity/llama-trekking/
https://clissmannhorsecaravans.com
https://www.ireland.com/de-de/destinations/experiences/belfast/
https://www.thearkopenfarm.co.uk
https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/themes/food-and-drink/food-and-drink-in-ireland/
https://connemara.ie/discover-connemaras-wool-heritage-on-the-sheep-and-wool-trail/
Schlagewörter: Tiere | Landschaften | Natur | IOI
(21.10.2025-sk)
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