Wo Dracula geboren wurde: Eine Reise durch Dublin
Irlands Geschichten von den Untoten und Dublins gotische Architektur inspirierten die Schöpfung des berühmtesten Vampirs der Welt.

Frankfurt am Main, 14.10.2025 – Lange bevor Kinder verkleidet an Türen klopften oder Kürbisse leuchteten, begann Halloween im alten Irland – vor über 2000 Jahren als Samhain („Sau-en“). Das Fest markierte das Ende der Erntezeit und den Beginn der dunklen Jahreszeit, wenn – so glaubte man – der Schleier zwischen den Welten dünn wurde und Geister unter den Lebenden wandelten.
Diese Faszination für das Übernatürliche prägt Irland bis heute. Selbst Graf Dracula stammt in gewisser Weise von dort: Sein Schöpfer Bram Stoker, 1847 in Dublin geboren, wuchs mit düsteren Legenden, Krankheit und Geschichten am Kamin auf. Aus irischen Mythen, europäischer Geschichte und dem Theater des viktorianischen Zeitalters erschuf er 1897 jenen Vampir, der noch immer Gänsehaut verursacht. Besucher können bis heute jene Orte entdecken, die Stoker zu seinem Meisterwerk inspirierten.
Zahlreiche Touren auf den Spuren von Bram Stoker durch Dublin
Alljährlich zu Halloween ehrt Dublin seinen berühmten Sohn beim Bram Stoker Festival (31. Oktober-3. November). Das Programm reicht von Theater und Literatur über gespenstische Shows bis hin zu nächtlichen Stadtführungen. Zu den Höhepunkten zählen Kaidan, eine Vorführung japanischer Geistergeschichten mit Live-Musik, und Songs of the Spirits: East Meets West, ein Konzert mit gregorianischem Gesang, irischer Musik und japanischer Chorkunst.
Wer Dublins düstere Seite erleben möchte, kann an der Tour Dark Dublin, Dracula, Bram Stoker & Other Horrors teilnehmen. Sie führt zu gotischen Bauwerken wie Dublin Castle, Christ Church Cathedral und Marsh’s Library, wo Stoker Karten von Transsilvanien und Texte über Vlad Dracul studierte. Außerdem erzählt sie von Dublins unruhiger Geschichte und ihren Spukorten – ein Erlebnis für Mutige.
Auch die Haunted Dublin Tour und die Dublin Ghost Bus Tour entführen Besucher zu Schauplätzen paranormaler Ereignisse und dunkler Taten – mit Schauspielern, die den Horror mit einem Augenzwinkern lebendig werden lassen.
Als Geburtsort von Halloween, verwurzelt im keltischen Samhain-Fest, ist Irland der ideale Ort, um die Saison zu feiern – und den dunklen Ursprüngen einer der größten Legenden der Welt nachzuspüren: Graf Dracula.
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Tipp: Auf den Spuren der irischen Gothic-Autoren
Blut, Bann und Banshees – Irland gilt als Wiege des Schreckens. Lange bevor Bram Stoker seinen legendären Dracula schrieb, erschuf Sheridan Le Fanu mit Carmilla die erste weibliche Vampirin der Literaturgeschichte. Und schon Charles Robert Maturin ließ 1820 in Melmoth the Wanderer einen Mann erscheinen, der seine Seele dem Teufel verkauft. Ihre düsteren Stoffe wurzeln tief in irischer Geschichte und Mythologie: alte keltische Geisterwesen, Flüche und die Angst vor dem Tod durchziehen das Land wie Nebel über Mooren.
Viele Schauplätze ihrer Fantasien lassen sich noch heute besuchen. In Chapelizod, Dublins „Village within the City“, steht das Vorbild für Le Fanus „House by the Churchyard“. Am Hellfire Club in den Dublin Mountains sollen einst satanische Rituale gefeiert worden sein. Und Leap Castle im County Offaly gilt als das „most haunted castle in Ireland“, bevölkert von rastlosen Seelen und der unheimlichen „Elemental“-Gestalt.
Von Dublins viktorianischen Friedhöfen bis zu den Ruinen von Duckett’s Grove erzählen Orte in ganz Irland von einer Zeit, in der Glaube und Aberglaube, Sünde und Erlösung untrennbar verwoben waren. Die irischen Meister des Grauens machten daraus Weltliteratur – ein düsteres Erbe, das noch immer Besucher in seinen Bann zieht.
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Verwendete Links (Reihenfolge wie in der Meldung):
Schlagwörter: Literatur | Geschichte | Horror | Bram Stoker | Dracula | Dublin | ROI
(14.10.2025-ot)
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