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Natur, Kulinarik24 September, 2026

Schmackhafte Tradition: die Obstgärten der Insel

Bei den Früchten steht der Apfel in Irland hoch im Kurs – Auf den Farmen warten ungewöhnliche Rekorde, lehrreiche Touren und Überraschungen 

Frisch geerntete Äpfel in einer Obstplantage

Frankfurt am Main, 22.09.2026 – Beim Gedanken an die irische Insel haben viele erstmal dramatische Klippen und grüne Hügel vor Augen, beim Gedanken an irische Landwirtschaft weidende Milchkühe und grasende Schafe. Dabei spielen gerade im Landesinneren auch Obstfarmen eine wichtige Rolle und liefern Rohstoffe für beliebte irische Produkte wie Cider oder lokal produzierten Essig. Auf einigen dieser Farmen bietet sich für Besuchende, in der Erntezeit im Herbst und darüber hinaus, sogar ein spannender Blick hinter die Kulissen.

Dabei stehen nicht wie auf so vielen Reiseverläufen die Grafschaften entlang der irischen Küste im Mittelpunkt, sondern genau die, die aufgrund ihrer Lage im Inselinneren manchmal übersehen werden. Die Grafschaften Tipperary und Kilkenny im vergleichsweise milden Süden der Insel, Meath nördlich von Dublin, wo viele Reisende sich beim Besuch vor allem auf die historischen Sehenswürdigkeiten wie Boyne Valley, Hill of Tara oder Trim Castle konzentrieren, und Armagh in Nordirland, wo nicht nur die Area of Outstanding Natural Beauty (AONB) Ring of Gullion mit wilder Natur und beeindruckenden Ausblicken zum Draußensein einlädt.

Zu den unter Reisenden bekanntesten der traditionellen Orchards (Obstgärten/Obstplantagen) der Insel gehört die seit Generationen familiengeführte Farm Highbank Orchards im Borrow Valley im County Kilkenny, die nicht nur für die Vielzahl an Aktivitäten bekannt ist, sondern auch immer aufgrund von Rekorden heraussticht. Mit seiner großen Anbaufläche umgeben von Wäldern und Wiesen gilt der Betrieb als größter Bio-Apfelhof der irischen Insel, die eigene Distillerie für Rum, Gin, Brandy und Co. hält gleichzeitig den Inselrekord als kleinste ihrer Art. Übers Gelände führen nicht nur Guides im regelmäßigen Tourprogramm, sondern auch zwei markierte Spazierwege, auf denen Neugierige wie auf einer Schnitzeljagd immer wieder neue QR-Codes finden, die spannende Informationen liefern.

Ebenfalls immer beliebter wird der Abstecher bei Long Meadow Cider in der nordirischen Grafschaft Armagh, die gerne als „Obstgarten” der Insel bezeichnet wird. Hier steht die Apfelsorte Bramley sogar unter Geoschutz, darf also – genau wie Champagner oder Parmaschinken – offiziell nur in der designierten Region angebaut und verarbeitet werden. Für die Farm ist genau diese Sorte ein wichtiges Markenzeichen und Faktor für die Beliebtheit der hier angebotenen Touren. Auch die Produkte, die hier produziert werden – verschiedenste Sorten Cider, Apfelsaft, aber auch Essig – wurden schon mehrfach ausgezeichnet. 

Um auch die jüngeren und weniger bekannten Anbieter sichtbarer zu machen, gibt es darüber hinaus zahlreiche regionale Initiativen, etwa die kulinarische Landkarte „Boyne Valley Flavours Guide” im County Meath, auf der Orte wie nicht nur traditionelle Cider-Hersteller wie The Cider Mill mit seinem ungewöhnlichen klärmostgegärten Cockagee Cider verzeichnet sind, sondern auch Produzenten wie Clarke’s Fresh Fruit. Hier werden keine Äpfel wie auf vielen anderen irischen Obstbetrieben angebaut, sondern verschiedenste Beerensorten, die für die Produkte des Farmshops auch verarbeitet werden.

Eine andere kreative Art, Höfe und Produkte in den Mittelpunkt zu rücken, sind auch regelmäßige Events und Festivals. Ein Beispiel hierfür ist das Apple Day Festival in der Grafschaft Leitrim, das vom Anbieter The Organic Centre ins Leben gerufen wurde und immer Ende September Gäste und Locals in die Region im Norden der Insel lockt. Hier gibt es neben Touren und Workshops auch viele Informationen zum Schutz von historischen und seltenen Apfelsorten, auf die sich die Betreiber des Projekts spezialisiert haben.

Ein ganz ähnliches Ziel verfolgt auch im Osten der Grafschaft Clare das Projekt Irish Seed Savers. Hier lagert in der einzigen Samenbank ihrer Art der ganzen Insel Saatgut für über 800 Pflanzenarten. Zusätzlich wachsen auf dem Gelände rund 200 heimische, teils sogar historische, Apfelsorten, über die man bei Führungen und Workshops viel Spannendes erfährt. Neben den geführten Touren gibt es auch hier eigens eingerichtete Spazierwege, auf denen man das Gelände während der Öffnungszeiten auf eigene Faust erkunden kann.

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Ein alter Traktor zwischen blühenden Obstbäumen

Der besondere Tipp: Bauernmärkte als Tor zur kulinarischen Vielfalt

Wer die irische Insel kulinarisch erleben möchte, muss seine Route nicht nach besonderen Pubs oder Sternerestaurants ausrichten – Irland lässt sich auch anhand seiner vielen Bauernmärkte herrlich erkunden. Hier kommt man mit den Verkäufern und Produzenten ins Gespräch, bekommt die Vielfalt von alledem, was auf irischem Boden wächst, gleich auf einen Blick zu sehen und kann viele der Köstlichkeiten in den meisten Fällen sogar direkt verkosten. Zu den beliebtesten Märkten der Insel gehören die traditionsreichen Markthallen St. George’s Market in Belfast und der berühmte English Market in Cork. Aber auch in kleineren Städten und Ortschaften finden regelmäßig Märkte statt. Schon ausgezeichnet worden ist etwa etwas westlich von Dublin der Naas Farmers Market in Kildare, der immer samstags stattfindet. Weiter im Süden ist jeden Donnerstag auch der Dungarvan Farmers Market in der Grafschaft Waterford eine gute Anlaufstelle, um die kulinarische Vielfalt der grünen Insel kennenzulernen.

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Flaschen mit Cider liegen auf Äpfeln, aus denen er produziert wird

Hintergrund

Im milden Klima der irischen Insel wachsen in vielen Regionen nicht nur Obstbäume wie Äpfel oder Pflaumen, sondern sogar auch irische Erdbeeren, die im Handel verkauft und von Produzenten weiterverarbeitet werden. Die Produkte kauft man nicht nur in Hofläden und auf Bauernmärkten, sondern auch in vielen Supermärkten und Geschenkshops und sie eignen sich je nach Platz im Gepäck bestens als irisches Mitbringsel. Die Anbauregionen liegen besonders im geschützten Inselinneren in Grafschaften von Armagh und Leitrim im Norden, bis Tipperary und Kilkenny im Süden. Dass ausgerechnet Armagh auch als „Obstgarten” Irlands bezeichnet wird, liegt an den besonders guten Voraussetzungen für den Obstanbau sowie an der Tatsache, dass allein hier 35 Millionen Äpfel jährlich geerntet werden. Aus Überlieferungen heißt es sogar, dass der Nationalheilige St. Patrick persönlich hier einst den ersten Apfelbaum der Insel gepflanzt haben soll. 

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Wenn Sie mehr über Irland erfahren möchten, hören Sie doch einfach mal rein in die Podcasts von Tourism Ireland

 

Links:

https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/themes/food-and-drink/food-and-drink-in-ireland/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/tipperary/county-tipperary/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/kilkenny/county-kilkenny/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/meath/county-meath/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/armagh/county-armagh/

https://ringofgullion.org

https://highbankorchards.com

https://www.longmeadowcider.com

https://www.ireland.com/de-de/magazine/food-and-drink/northern-ireland-treats/

https://boynevalleyflavours.ie

https://www.clarkesfreshfruit.ie

https://www.theorganiccentre.ie/page/apple-festival-2026-ull-abu

https://irishseedsavers.ie

https://www.ireland.com/de-de/magazine/food-and-drink/irelands-unusual-pubs/

https://www.ireland.com/de-de/magazine/food-and-drink/michelin-star-restaurants-ireland/

https://www.ireland.com/de-de/magazine/food-and-drink/farmers-markets/

https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/st-georges-market/

https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/the-english-market/

https://flavoursofkildare.ie/farmers-market-naas/

https://www.dungarvantourism.com/dungarvan-farmers-market/

https://www.ireland.com/de-de/features/st-patricks-day/

 

Schlagwörter: Kulinarik | Landwirtschaft | Produzenten | IOI

 

(22.09.2026-sk)
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Presseinformationen

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