Reise nach Derry~Londonderry: Fünf Tage im Norden der Insel
Die vollständig ummauerte Stadt im Westen Nordirlands ist Ausgangspunkt für vielseitige Ausflüge beidseits der Grenze

Frankfurt am Main, 27.01.2026 – Die Stadt Derry~Londonderry liegt im Nordwesten von Nordirland und damit so günstig, dass man bei einem Besuch an die Nordküste der Insel Highlights beidseits der Inselgrenze erkunden kann. Wichtig beim Roadtrip in dieser Region: Dass beim Autovermieter ein Versicherungstarif gebucht wird, der sowohl in der Republik als auch im Vereinigten Königreich gültig ist – dann kann das Abenteuer ganz ohne sichtbare Grenzen auch schon losgehen.
Dabei bietet die Stadt Derry~Londonderry eine perfekte Basis, von der aus man nicht klassisch jede Nacht die Unterkunft wechseln muss, sondern bei täglichen Ausflügen herrlich die Stadt und ihre Umgebung erkunden kann. Abends geht es dann wieder zurück in den lebhaften Alltag der „Walled City“ mit ihren traditionellen Pubs, internationalen Restaurants und gemütlichen B&Bs und Hotels.
Tag 1: Ankommen in Derry-Londonderry
Zum Ankommen in der Region, die von Dublin aus mit dem Bus oder mit dem Zug via Belfast erreichbar ist, widmet man sich an Tag eins am besten erstmal ausgiebig der Stadt selbst. Sie ist bekannt für ihre Stadtmauer, die einzige komplett erhaltene auf der irischen Insel. Ein Spaziergang ihrem Verlauf entlang – mit einer der vielen täglichen Führungen oder auf eigene Faust – gibt einem nicht nur unterschiedliche Perspektiven auf die Innenstadt und angrenzende Stadtteile wie Bogside oder The Fountain, sondern auch einen guten ersten Einblick in ihre Geschichte.
Wie kaum eine andere irische Stadt spielte Derry~Londonderry auch eine besonders wichtige Rolle im Nordirland-Konflikt. Wer hierzu mehr wissen will, findet beim Abstecher ins Viertel Bogside Antworten, entweder bei einer Tour entlang der vielen Murals oder beim Besuch des erst wenige Jahre alten Peacemakers Museum. Ikonisches Symbol des Friedensabkommens von 1998 ist auch die 2011 eröffnete Peace Bridge.
Tag 2: Mit dem Zug an die Küste
Da zwischen Derry~Londonderry und Coleraine eine der schönsten Zugstrecken der Insel verläuft, lohnt es sich hier besonders, das Auto mal für einen Tag stehen zu lassen – selbst wenn man bereits einen Mietwagen hat. Über die Peace Bridge führt von der Innenstadt aus der schönste Weg zum Bahnhof. Dort löst man ein Ticket bis Castlerock und genießt die aussichtsreiche Fahrt an der Küste entlang in Richtung der ausgewiesenen Are of outstanding natural beauty (AONB) Binevenagh Richtung Osten.
Zu dem Naturschutzgebiet gehört nicht nur die Wanderregion zum gleichnamigen Berg, sondern auch der besonders hübsche Strand in Downhill, den man von Castlerock nach einem entspannten Spaziergang zu Fuß erreicht und bereits beim Vorbeifahren mit der Bahn gesehen hat. Wer den Ausflug mit einem besonderen Erlebnis verknüpfen will, bucht hier vorab einen Ausritt mit einem der lokalen Pferdehöfe, wie Crindle Stables, die regelmäßige Gruppentouren anbieten. Wer lieber flexibler ist und mit dem Auto anreist, kann auch zusätzlich einen Abstecher bei einem der Wanderparkplätze Richtung Binevenagh einplanen und die Aussicht von oben genießen.
Tag 3: Roadtrip nach Donegal
Was viele beim Trip nach Nordirland oft nicht wissen: Dass direkt außerhalb von Derry~Londonderry mit der inzwischen fast unsichtbaren Grenze zur Republik Irland der Wild Atlantic Way beginnt, und damit der wohl bekannteste Roadtrip, den die irische Insel überhaupt zu bieten hat. Bevor man sich für heute seine erste Etappe bis zum nördlichsten Punkt der Insel vornimmt, lohnt ein Zwischenstopp am rund 20 Minuten Fahrt entfernten Grianan of Aileach. Das Ringfort in der Grafschaft Donegal ist weit über 1000 Jahre alt und gilt als eines der größten und besterhaltenen seiner Art. Von hier erreicht man in weiteren 20 Minuten den Grenzort Muff, wo der Wild Atlantic Way startet und zunächst die Halbinsel Inishowen umrumdet.
An ihrer Nordspitze liegt mit Malin Head der nördlichste Punkt der Insel. Von einem Klippenweg hier oben hat man eine herrliche Panoramaaussicht auf den Atlantik, der hier die Felsen umtost. Die komplette Runde um die Halbinsel ab Derry~Londonderry umfasst etwa 200 Kilometer und ist inklusive des Abstechers am Ringfort gut in einem Tag zu schaffen. Weitere lohnenswerte Zwischenstopps unterwegs sind das Freilichtmuseum Doagh Famine Village, der weitläufige Sandstrand am Five Finger Strand und der Wasserfall Glenevin.
Tag 4: Küstentour an der Causeway Coast
Der nächste Roadtrip führt erneut auf eine legendäre Strecke, diesmal allerdings Richtung Osten auf der Causeway Coastal Route, die direkt an den Wild Atlantic Way anschließt. Hier folgt man der beschilderten Strecke nach Lust und Laune den kompletten Weg bis zum Giant’s Causeway oder weiter zur Hängebrücke Carrick-a-Rede und passiert unterwegs viele spannende Orte für Stopps. Dazu gehören die szenisch am Meer gelegene Ruine von Dunluce Castle, das lebendige bunte Seebad Portrush und erneut der Stopp von Tag 2, Downhill Strand, über dem die Kuppel des fotogenen Mussenden Temple thront. Je nachdem, wie weit man hier fährt, sollte man für den Hin- und Rückweg an diesem Tag um die 150 bis 200 Kilometer einplanen.
Tag 5: Abschied von einer vielseitigen Stadt
Nach den Erlebnissen der letzten Tage ist der finale Tag der Reise ein guter Zeitpunkt, um nochmal einen Gang runterzuschalten. Dafür bietet Derry~Londonderry mit seiner Stadtmauer und den vielen Anekdoten die ideale Kulisse. Während Neugierige und Souvenirjäger im kreativen Craft Village der Stadt mit seinen nachgebauten historischen Reetdachhäusern auf die Suche nach Andenken und Geschenken für die Liebsten gehen können, zieht es Naturliebhaber vielleicht nochmal ans Wasser. Dafür überquert man von der Innenstadt aus ein weiteres Mal die Peace Bridge und folgt dem immer breiter werdenden River Foyle noch ein Stück flussabwärts. Der St. Columb’s Park mit seinem hübschen Walled Garden ist ein netter Ort für ein Picknick im Grünen.
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Tipp: Hier lohnt sich ein Abstecher
Keine 50 Kilometer südlich von Derry~Londonderry findet sich mit den hügeligen Sperrin Mountains eine weitere von Nordirlands Areas of Outstanding Natural Beauty, die die besonders geschützten Gebiete im nördlichen Teil der Insel genannt werden. Die von Gletschern geformte Landschaft unweit der Kleinstadt Omagh ist nicht nur ein beliebtes Gebiet für Wanderungen, sondern auch einer von drei Dark Sky Parks der irischen Insel und der einzige in Nordirland. Hier kann man zwischen uralten Steinkreisen und von einem Künstler erschaffenen hölzernen Riesenfiguren, den Giants of the Sperrins, auch nachts auf Entdeckungstour gehen und bekommt beim Besuch der Sternwarte viele Zusatz-Informationen zum Nachthimmel. Wer hier übernachten will, findet auch besondere Unterkünfte in der Natur, etwa in den Glamping-Zelten von Sperrin View Glamping.
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Hintergrund
Derry~Londonderry ist mit 85.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Nordirland und mit dem Bus ab Flughafen Dublin oder via Dublin Connolly und Belfast mit dem Zug zu erreichen. Darüber hinaus gibt es auch einen kleinen lokalen Flughafen, der über Umstieg in Dublin und von diversen englischen Städten angeflogen wird. Der doppelte Name der Stadt hat seinen Hintergrund im Nordirland-Konflikt – während Iren und Republikanhänger die Stadt Derry nennen, verwenden viele Briten und Loyalisten die Namensvariante Londonderry. Die Stadt ist auch namensgebend für die gleichnamige Grafschaft. Die grenzt im Süden an die nordirische Grafschaft Tyrone, im Osten an den See Lough Neagh und das County Antrim und im Westen an die zur Republik zählende Grafschaft Donegal.
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Links:
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https://www.ireland.com/de-de/features/fill-your-heart-roadtrips/
https://www.ireland.com/de-de/magazine/built-heritage/derry-londonderry-experiences/
https://www.peacemakersmuseumderry.com
https://binevenaghaonb.ccght.org
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https://www.ireland.com/de-de/destinations/experiences/wild-atlantic-way/
https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/donegal/county-donegal/
https://www.ireland.com/de-de/destinations/regions/inishowen-peninsula/
https://doaghfaminevillage.com
https://www.ireland.com/de-de/magazine/touring-holidays/causeway-coastal-route-unrushed/
https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/giants-causeway/
https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/dunluce-castle/
https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/mussenden-temple/
https://www.visitderry.com/things-to-do/the-craft-village-p673571
https://www.ireland.com/de-de/destinations/regions/the-sperrins/
https://giantsofthesperrins.com
https://discovernorthernireland.com/accommodation/sperrin-view-glamping-p746691
https://www.ireland.com/de-de/destinations/experiences/dublin/
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Schlagwörter: Derry~Londonderry | Roadtrip | Causeway Coast | Wild Atlantic Way | Nordirland | Donegal | RoI
(27.01.2026-sk)
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