Skip to Content
Aktivitäten, Natur, Outdoor, Sport23 Juni, 2026

Kiten auf der grünen Insel: Vom Winde verweht

Etwas Mumm gehört schon dazu, sich via Kite den Launen des Windes hinzugeben. Doch selbst Einsteiger verfallen meist schon nach wenigen Trainerstunden dem Flugfieber. In Irland jedenfalls gehen sprunghafte Naturen mit Freuden in die Luft, auch an Land!

Paraglider schwebt über einem Strand, dahinter sieht man Wasser

Frankfurt am Main, 23.06.2026 – Wenn der irische Sommer in Fahrt kommt, kommen auch immer mehr Kite-Fans in Fluglaune. Kein Wunder: Die Tage sind lang, die Temperaturen angenehm und die Winde zuverlässig. Vor allem an den Stränden tanzen dann zunehmend bunte Schirme am Himmel, sowohl über dem Wasser als auch über Land. Es ist unübersehbar: Kiten hat sich dank verschiedenster Spielarten in Irland vom Nischensport zu einer beliebten Outdooraktivität entwickelt.

 

Land-Kiten ist dabei eine interessante Variante für Anfänger. Schließlich muss man nicht sofort ins frische Wasser steigen, sondern lediglich auf ein Brett mit Rollen – oder in einen dreirädrigen sogenannten Kite-Buggy. Mit diesem speziellen Mountainboard geht es auf unbefahrenen, idealerweise geteerten Flächen dahin. Noch besser: auf weiten Sandstränden. Dabei wird der Kite, wie der Drachen auf Englisch heißt, mit beiden Händen über Leinen gesteuert, ein bisschen wie ein großes, lenkbares Segel. Schon nach kurzer Zeit spürt man die Kraft des Windes und lernt, wie man ihn kontrolliert. Entsprechende Kurse bieten, was erstmal etwas paradox klingt, in der Regel Wassersportschulen an, etwa „Pure Magic Watersports“ bei Dublin und auf Achill Island.


Paraglider fliegt über den Strand mit Dünen und Meer im Hintergrund

Erste Flugversuche im Sand

Eine weitere Variante stellt das sogenannte Dune Soaring dar. Dabei nutzen Gleitschirmpiloten den dynamischen Aufwind, der entsteht, wenn der Wind an einer Düne oder Sandkante nach oben gedrückt wird. Anders als beim klassischen Gleitschirmfliegen aus großer Höhe startet man oft zu Fuß an der Düne, bleibt in geringer Höhe – schon drei, vier Meter reichen – vor der Kante „stehen“, fliegt die Düne entlang und kann mit den Füßen immer wieder den Sand berühren. Touch and Go! Anders als beim Kite-Buggy-Fahren braucht es hier kein Gefährt, wohl aber einen Gleitschirm. Vermietet werden diese aus Sicherheitsgründen in der Regel nicht an Fremde. Daher heißt es, entweder selbst einen mitbringen, einen käuflich erwerben oder in einer Flugschule Stunden nehmen. Adressen vermittelt die Irish Hang Gliding and Paragliding Association.

 Wer schon etwas Erfahrung hat, findet in Irland reihenweise geeignete Orte zum Fliegen. Einer, an dem sich nicht ohne Grund regelmäßig Gleichgesinnte gerne treffen, ist Ballyteige Burrow bei Kilmore Quay nahe Rosslare. Die kilometerlangen, unter Naturschutz stehenden Dünen und der davorliegende XXL-Sandstrand im Südosten der grünen Insel bieten jede Menge Platz, um Gerät und Flugeigenschaften sicher zu testen. Ferner kann jede und jeder je nach Können die Absprunghöhe selbst wählen und sich in der Folge leicht steigern. Auch rund um Curracloe Beach und andere lange Strände an der Ost- und Südküste finden sich gute Bedingungen. Ein großer Vorteil gegenüber dem klassischen Wasserkiten kommt überall zum Tragen: Niemand muss ins kalte Meer respektive einen Neoprenanzug tragen. Der Fokus liegt ganz auf dem Gefühl für den Wind, die Technik und die Bewegung.

 

Wenn das Meer ruft: Wasserkiten mit Atlantik-Power

Beim klassischen Kitesurfen hingegen braucht es einen wärmenden Neoprenanzug unbedingt – und ein gutes Gespür für Winde, Wetter und Strömungen. Generell ist es eine Spur spektakulärer, steht man doch auf einem Kiteboard und nutzt die Kraft des Windes, um über das Wasser zu gleiten. Sprünge, schnelle Turns und spektakuläre Tricks machen den Reiz dieser Variante aus.

Die geographischen Rahmenbedingungen jedenfalls könnten in Irland besser nicht sein. Besonders die windreichen Regionen im Westen und Norden der Insel sorgen für ein Top-Setting. So locken im County Donegal im Nordwesten lange Strände und wilde Atlantikkulissen, während Dublin und die Ostküste den Vorteil bieten, dass sie für viele Kiter gut erreichbar sind und auch für Einsteiger ideale Voraussetzungen bieten. Beliebte Reviere finden sich außerdem in County Kerry im Südwesten mit seinem atemberaubenden Mix aus Bergen, Wind und Meer. Apropos Meer: Das braucht es gar nicht unbedingt. So haben sich Lough Neagh und Lough Erne, die großen Inland-Seen im Norden Irlands, zu beliebten Treffs entwickelt, insbesondere für erste Kite-Übungen – der geschützten und dadurch weniger windigen Lage sowie den sicheren Flachwasserbedingungen sei Dank.

Paraglider über Dünen und Sand

Dollymount Beach: Kite-Strand für jeden Geschmack

Ein Klassiker für sämtliche Kite-Fans, seien es Anfänger oder Fortgeschrittene, Land- oder Wasser-Kiter, ist Dollymount Beach. Der breite, fünf Kilometer lange Strand auf North Bull Island unweit von Dublin ist nicht nur ein Treffpunkt der Szene, sondern beweist, wie gut sich Kiten mit einem Städtetrip verbinden lässt. Via Bus 130 dauert es gerade einmal eine halbe Stunde, um vom Zentrum an den Strand zu gelangen. Ein Ausflug, der sich allein wegen der Atmosphäre lohnt. An windigen Tagen macht allein das Zuschauen Laune. Und wer dann mehr will, bitte: Schließlich kommen hier auch Anfänger zum Zug – und zum Flug. In mehreren Wassersportschulen, etwa „Pure Magic Watersports“, werden explizit Kurse für Neulinge angeboten. Auch „The Kitesurf Academy“ im nordirischen North Down hat da einiges im Programm. Dabei kostet der Spaß gar nicht so viel. In der Kitsesurf Academy sind es 40 Pfund pro Stunde, etwa 46 Euro. Ein fairer Preis, sind da doch Leihequipment und Guide bereits inkludiert. Gut zu wissen: Zwei Personen sind hier Minimum, ebenso wie zwei Stunden. Danach entscheiden die Teilnehmer selbst, ob und wie intensiv es weitergeht…

5394 Zeichen


Der besondere Tipp: Wilde Wettbewerbe

Man kann das Thema Kiten im Übrigen auch passiv angehen: als Zuschauer bei einem Kite-Event. Den spektakulärsten Termin im irischen Jahreskalender stellt dabei das jährliche Battle For The Lake“ dar, 2010 gegründet und 2026 für den 25. bis 27. September terminiert. Bei der Veranstaltung auf Achill Island geht es weniger um gemütliches Dahingleiten als um maximale Sprunghöhe, Tricks und jede Menge Adrenalin. Da sind jede Menge Ahs und Ohs garantiert. Etwa beim Kite-Contest „The WOW Show“, bei dem internationale Top-Rider mit Sprüngen und Tricks direkt vor dem Publikum antreten, während in der Folge Checker in Highspeed auf einem breiteren Bach entlangflitzen. Das muss man sehen, um es zu glauben – entweder live oder zumindest auf Youtube. Stark: Alle Sport- und Strandaktivitäten sind frei, nur die ebenfalls zur Veranstaltung zählenden Konzerte am Abend kosten Eintritt. Ein Besuch von Achill Island lohnt an jenem Wochenende auch aus einem weiteren Grund: Traditionell findet zeitgleich das Windsurfevent Mayo Mayhem Festival statt, von dem die Veranstalter sagen: „Es ist der lustigste und offenste Windsurfwettbewerb der Welt.“ Und auch hier geht es um Profis auf Brettern, jede Menge Wind sowie um die Kunst, selbst angesichts herausfordernder Naturkräfte eine möglichst gute Figur zu machen.

1308 Zeichen

  

Keem Bay auf Achill Island mit Strand, Meer und Hügel

Hintergrund: Irlands ausgezeichnete Strände

Seit Jahrzehnten gehört Irland zu den erfolgreichsten Blue-Flag-Ländern Europas, und auch 2026 untermauert die grüne Insel ihren Ruf als „blaues Küstenparadies“. Insgesamt 95 Standorte wurden mit der begehrten „Blauen Flagge“ ausgezeichnet, dem internationalen Gütesiegel für hervorragende Wasserqualität, Sicherheit und Umweltstandards. Darunter sind 85 Strände, neun Marinas und erstmals sogar ein Öko-Tourismus-Bootsbetrieb: Die „Skellig Bounty“ von AquaTerra Boat Tours vor der spektakulären Skellig-Küste in Kerry ist das erste Ausflugsboot Irlands mit Blue-Flag-Status. Besonders beeindruckend: Rund 55 Prozent aller offiziell ausgewiesenen Badegewässer Irlands tragen inzwischen eine Blaue Flagge. Von den Surfstränden in Donegal bis zu den geschützten Buchten im Süden finden sich zahlreiche Küstenperlen. Zu den bekanntesten zählen Keel Beach auf Achill Island, der weitläufige Inchydoney Beach in Cork oder der stadtnah gelegene Velvet Beach bei Dublin. Regelmäßig in internationalen Bestenlisten vertreten ist die traumhafte Keem Bay auf Achill Island, die es unter anderem in verschiedenen Rankings der schönsten Strände der Welt geschafft hat, etwa beim „Lonely Planet“.

1184 Zeichen

 

Plus: Rosslare ist mehr als nur ein Fährhafen

Die schnellste Schiffsverbindung vom „Kontinent“ nach Irland führt nicht nach Dublin, sondern nach Rosslare im äußersten Südosten der Insel. Eine Option, die es in sich hat. Auch deshalb, da in unmittelbarer Nähe die ersten Küstenabenteuer warten. So erstreckt sich nur etwa eine halbe Stunde entfernt mit Ballyteige Burrow eine wilde Dünen- und Strandlandschaft, die als Geheimtipp für Kitesurfer, Landkiter und Gleitschirmflieger gilt (siehe oben). Gleich „nebenan“ befindet sich das hübsche Fischerdorf Kilmore Quay. Zwischen bunten Häusern, Pubs und Fischkuttern starten Ausflugsboote zu den Saltee Islands, einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Europas. Tausende Seevögel, darunter Papageitaucher und Basstölpel, verwandeln die Inseln in den Sommermonaten in ein Naturparadies. Eher Lust auf Stadtflair? Dann ab nach Wexford. Die nahe Hafenstadt eignet sich bestens, um ins irische Leben einzutauchen (und ist dabei gemütlich und überschaubar). Ein letzter Tipp betrifft Hook Head, der als weltältester intakter und durchgehend betriebener Leuchtturm der Insel gilt. Der etwa 35 Meter hohe, markant schwarz-weiß gestreifte Turm wurde im 13. Jahrhundert erbaut und kann ganzjährig besichtigt werden. Von Rosslare dorthin sind es nicht mal 60 Autominuten…

1263 Zeichen

 

Wenn Sie mehr über Irland erfahren möchten, hören Sie doch einfach mal rein in die Podcasts von Tourism Ireland.

 

Links:

www.ireland.com

https://puremagic.ie

www.ihpa.ie

www.thekitesurfacademy.com/lessons

www.battleforthelake.com

www.youtube.com/watch?v=s6IoaKuANMU

https://achilltourism.com/

https://mayomayhem.ie

https://www.kerryaquaterra.ie/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/regions/keem-strand/

https://visitkilmorequay.ie/

http://www.salteeislands.info/

https://www.ireland.com/de-de/destinations/county/wexford/county-wexford/

https://www.ireland.com/de-de/magazine/built-heritage/hook-head-lighthouse/

 

Weiterführende Links:

www.kitedrop.de/spots

 

 

Schlagwörter: Irland | Nordirland | Kiten | Sport | Surfen | Wassersport | Gleitschirm | Abenteuer | Outdoor | Dollymount Beach | Kilmore Quay

 

(23.06.2026-ch)

Die Irland Information Tourism Ireland ist die touristische Marketing-Organisation der Insel Irland: www.ireland.com / Broschürenbestellung

Pressekontakt: presse@tourismireland.com, https://media.ireland.com


Presseinformationen

Opens in new window Strände und Kiten in Irland ZIP | 30,5MB