Die Welt feiert den St. Patrick's Day
Von Irland schwappt die grüne Welle über den Globus und sorgt auf allen Kontinenten für Bewegung

Frankfurt am Main, 6.03.2024 – Mehr als 75 Millionen Menschen rund um den Globus geben an, irischer Abstammung zu sein. Kein Wunder also, dass der St. Patrick's Day zu einem weltweiten Phänomen geworden ist. Man sagt, dass am St. Patrick's Day jeder irisch ist, und angesichts der Paraden und Veranstaltungen von Australien bis Simbabwe ist das auch leicht zu glauben. Als die Iren vor Jahrhunderten die Küsten der grünen Insel verließen, brachten sie einen Stolz auf ihr Erbe mit, der jedes Jahr am St. Patrick's Day gefeiert wird.
Die Tradition der St.-Patrick's-Day-Parade begann eigentlich außerhalb Irlands, als sich die Menschen fern der Heimat versammelten, um ihre Kultur zu feiern. Bei so vielen irischen Einwanderern ist es keine Überraschung, dass Nordamerika das erste Land war, in dem Paraden stattfanden. Ein Gelehrter hat die Tradition bis ins Jahr 1601 in eine spanische Kolonie im heutigen Florida zurückverfolgt, aber im Allgemeinen wird Boston als die Stadt angesehen, die 1737 den Anfang machte.
Heutzutage finden in vielen amerikanischen Städten St.-Patrick's-Day-Paraden statt, aber die größte, und damit auch die größte der Welt, läuft in New York. An der jährlichen Veranstaltung nehmen etwa 150.000 Menschen teil, die von zwei Millionen Zuschauern bejubelt werden.
In Deutschland gehört der St. Patrick's Day ebenfalls ins Festivalprogramm: In München feiert die Parade durch die Innenstadt runden Geburtstag. 1996 organisierten vor Ort lebende Irinnen und Iren zusammen mit Münchner Freunden den Umzug. Die Veranstaltung war für 200 Personen geplant, 3.000 kamen – und die Parade blieb. Sie ist zu einem Fixpunkt im Münchner Eventkalender geworden, immer am Wochenende vor dem irischen Nationalfeiertag. 2026 ist München am 14. und 15. März Schauplatz der größten Feierlichkeiten zum irischen Nationalfeiertag auf dem europäischen Festland. Schirmherr ist seit vielen Jahren Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Das Highlight des Festival-Wochenendes ist die Parade am Sonntag ab 12 Uhr. Von der Münchner Freiheit geht es bis zum Odeonsplatz. Knapp 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in etwa 60 verschiedenen Gruppierungen absolvieren die 2,5 Kilometer lange Strecke, bejubelt von mehreren zehnttausend Menschen am Straßenrand.
An beiden Tagen sind vor der Feldherrnhalle nämlich zahlreiche Gastronomiestände und eine Bühne fürs begleitende Kulturprogramm aufgebaut. Die Livebands und Tanzgruppen, die sich am Sonntag sogar auf zwei Bühnen verteilen, stammen aus Irland, München und Montenegro (im Fall der Band O’Konrads). Das gesamte Line-up und die Auftrittszeiten finden sich in der Programmübersicht.
Auch in anderen Orten mit großen irischen Gemeinden wird der St. Patrick's Day groß gefeiert. In London gibt es eine Parade und ein Festival am Trafalgar Square, in Montreal findet die größte Parade des Jahres statt, und in allen größeren Städten Australiens gibt es zahlreiche Feiern. Und in Spanien gibt es von Alicante bis Valencia zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Irland.
Aber der St. Patrick's Day ist auch in einigen eher ungewöhnlichen Ländern zu einem jährlichen Fest geworden. In Argentinien findet in Buenos Aires die größte St.-Patrick's-Day-Feier Südamerikas statt, mit einer jährlichen Straßenparty, die die Stadt in ein grünes Meer verwandelt.
Kopenhagen lädt alle zu einem festlichen Nachmittag mit irischer Kultur und einer grünen Parade auf den Rådhuspladsen ein, während Stockholm ebenfalls eine Parade veranstaltet und im letzten Jahr eine Pop-up-Gaeltacht (irischsprachiges Gebiet) einrichtete!
Und sogar im Land der aufgehenden Sonne wird St. Patrick gefeiert. In ganz Japan gibt es über 40 Veranstaltungen zum St. Patrick's Day, darunter Paraden in Tokio, Yokohama und Fukui.
Einer der überraschendsten Orte für die Feierlichkeiten zum St. Patrick's Day ist die winzige Karibikinsel Montserrat, die neben Irland das einzige Land ist, in dem der St. Patrick's Day ein gesetzlicher Feiertag ist. Er ist Teil eines einwöchigen Unabhängigkeitsfestes, das an einen gescheiterten Aufstand afrikanischer Sklaven gegen die weißen Europäer erinnert, die die Insel im 17. Jahrhundert kolonisierten und von denen viele Iren waren. Aber auch der Einfluss der Iren auf das Land wird gefeiert.
Neben den Partys und Paraden haben sich auf der ganzen Welt weitere Traditionen zum St. Patrick's Day entwickelt. Eine der bekanntesten ist das Färben des Flusses in Chicago, das vor über 60 Jahren begann. Aber auch in Litauen hat man diesen Brauch übernommen, und seit einigen Jahren wird der Vilnele-Fluss in Vilnius anlässlich des Tages des Heiligen grün gefärbt.
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Schlagwörter: Festival | St. Patrick’s Day | Kultur | Tradition | Nationalfeiertag | grün | IOI
(6.2.2026-ot)
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